Parodontologie

Parodontitistherapie

Laut der letzten deutschen Mundgesundheitsstudie (DMS IV) leiden in der Altersgruppe der unter 15- Jährigen 12,6% an einer mittelschweren (Zahnfleischtaschen 4-5mm) Parodontitis (Entzündung des Zahnhalteapparates mit Bildung von Zahnfleischtaschen und Knochenabbau).

In der Gruppe der 35- bis 44- Jährigen sind 52,7% von einer mittelschweren und 20,5% von einer schweren Form (Taschentiefen von 6mm und mehr) der Parodontitis betroffen. (Quelle DMS IV, Institut der deutschen Zahnärzte)

Gegenüber den vorherigen Studien zeigt sich eine deutliche Zunahme der Parodontitiden. Es gehen weniger Zähne durch Karies verloren, und mit zunehmendem Alter steigt das Risiko einer parodontalen Erkrankung.

Hier benötigt der Patient die aktive Hilfe des zahnärztlichen Teams, da er allein mit den häuslichen Mundhygienemaßnahmen die Zahnfleischtaschen nicht mehr effektiv säubern kann. Die Konsequenz des Voranschreitens der Erkrankung ist die Zahnlockerung und letztendlich der Zahnverlust.

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(Bild: Dokumentation einer Taschentiefenmessung)

Die Ziele der Parodontaltherapie sind zum einen, den Erkrankungsverlauf zu stoppen und die pathogenen (=krankmachenden) Bakterien zu minimieren. Zum anderen müssen die Voraussetzungen geschaffen werden, dass der Patient zu einer effektiven Mundhygiene fähig ist.

 

Plastische Parodontalchirurgie - Perioprothetische Maßnahmen

Hierzu zählen chirurgische Eingriffe zur Deckung freiliegender Zahnwurzeloberflächen ( z.B. Bindegewebstransplantat), ferner die operative Wiederherstellung verloren gegangenen, befestigten Zahnfleisches (=attached Gingiva) zum Schutz des Zahnes (z.B. freies Schleimhauttransplantat).

Zudem können parodontalchirurgische Therapien als Vorbereitung für prothetische (=Zahnersatz) Maßnahmen indiziert sein. Hierzu zählt u.a. die chirurgische Kronenverlängerung.